Jedes Verzeichnis muss entscheiden, wie Einträge ihre Leistungen, Fachgebiete oder Kategorien angeben. Die Entscheidung wirkt klein und bestimmt, wer sich überhaupt eintragen kann.

Die feste Auswahl

Eine vorgegebene Liste hält das Vokabular sauber. Filter funktionieren, Übersichtsseiten lassen sich zuverlässig erzeugen, und niemand schreibt dasselbe auf drei Arten.

Sie setzt voraus, dass der Gegenstandsbereich umrissen ist. Ein Verzeichnis für Suchmaschinenoptimierung kann vierzehn Leistungen aufzählen und damit fast alles abdecken. Ein Verzeichnis für Fachleute aller Art kann es nicht – dort findet der Bäcker nichts, was auf ihn zutrifft, und trägt sich nicht ein.

Die freie Eingabe

Sie nimmt jeden auf und erzeugt binnen hundert Einträgen „Brot backen", „Brotbacken" und „BROT BACKEN" als drei verschiedene Angaben. Filter werden unbrauchbar, Übersichtsseiten zersplittern, und die Redaktion räumt hinterher auf, was vorne hätte verhindert werden können.

Der Mittelweg

Vorschläge statt Vorgaben. Ein Eingabefeld mit Vorschlagsliste – technisch eine datalist – filtert beim Tippen, lässt aber Eigenes zu. Es braucht kein Skript, ist mit der Tastatur bedienbar und wird als Eingabefeld angesagt.

<input list="vorschlaege" name="leistungen[]" autocomplete="off">
<datalist id="vorschlaege">
  <option value="Sauerteigbrot">
  <option value="Steuerberatung">
</datalist>

Entscheidend ist, woher die Vorschläge kommen: aus dem Bestand des Portals, nicht aus einer Liste im Programm. Was bereits vergeben wurde, nach Häufigkeit sortiert. Ein leeres Verzeichnis zeigt dann keine Vorschläge – besser als falsche.

Der Schritt, den man nicht weglassen darf

Eine offene Eingabe braucht eine Zusammenführung beim Speichern. Jede Angabe wird gegen das vorhandene Vokabular geprüft, ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung: Gibt es „SEO" bereits, wird aus „seo" wieder „SEO". Unbekanntes bleibt stehen und geht in die Moderation – über eine neue Bezeichnung entscheidet nicht die Technik.

Ohne diesen Schritt ist die Vorschlagsliste nur Dekoration: Sie schlägt vor, was da ist, verhindert aber nicht die vierte Schreibweise daneben.

Was das für die Sichtbarkeit bedeutet

Kategorien sind bei einem Verzeichnis zugleich die Seitenstruktur. Jede Bezeichnung, die sich durchsetzt, wird irgendwann eine Übersichtsseite mit eigener Adresse. Drei Schreibweisen bedeuten drei schwache Seiten statt einer starken – der Ordnungsaufwand vorne ist damit unmittelbar eine Frage der Auffindbarkeit.