Der Funktionskatalog dieses Portals zählt über vierzig Einträge – aber nicht vierzig gleich wichtige. Diese Liste ordnet die zehn Funktionen, die beim Aufbau eines neuen Projekts den größten Unterschied machen – und nennt bei jeder auch, wo ihre Grenze liegt.
Es handelt sich um eine Selbsteinschätzung des Herstellers, nicht um eine unabhängige Prüfung. Sie ist trotzdem nachvollziehbar gehalten: Die Kriterien stehen unter der Liste, jede Bewertung ist begründet, und wo eine Funktion schwach ist, steht es dort.
Die 10 Plätze im Überblick
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Platz 1: Antwortkasten und Kernaussagen
📍 Inhalt · Seit 2026
8,2 / 10Kurzurteil: Die Funktion mit dem größten Hebel für KI-Antworten – und die einzige, die eine redaktionelle Disziplin erzwingt.
Sprachmodelle übernehmen selten ganze Texte, sondern Abschnitte, die eine Frage vollständig beantworten. Der Antwortkasten steht an fester Stelle über jedem Beitrag und jedem Lexikoneintrag und zwingt zu genau dieser Form: keine Rückbezüge, keine ungeklärten Pronomen, kein "wie oben beschrieben".
Der Hebel ist deshalb so groß, weil er nichts kostet. Wer ohnehin schreibt, schreibt drei Sätze mehr – und macht damit den Unterschied zwischen einem Text, der zitierfähig ist, und einem, der beim Herauslösen unverständlich wird.
Abzug bei Technik: Die Funktion ist eine Vorlagen- und Datenbankfrage, technisch anspruchslos. Ihre Wirkung hängt vollständig daran, dass jemand die Kästen ernsthaft füllt.Kurzantwort und bis zu fünf Stichpunkte je SeiteFeste Position über dem FließtextAuch auf Übersichts- und LexikonseitenNutzen für Leser und Maschinen zugleichGEO-Wirkung 9,5Content 9,0Technik 6,0Transparenz 8,5 -
Platz 2: JSON-LD-Graph
📍 Struktur · Seit 2026
8,8 / 10Kurzurteil: Verknüpfte Knoten statt loser Auszeichnungsschnipsel – der Unterschied zwischen beschriebenen Objekten und einem beschriebenen Zusammenhang.
Die meisten Websites zeichnen einzelne Dinge aus: hier ein Artikel, dort eine Organisation. Was fehlt, ist die Verbindung. Der Graph verknüpft Seite, Artikel, Autor, Organisation und Navigationspfad über stabile Kennungen, sodass erkennbar wird, wer was geschrieben hat und für wen.
Zweiter Punkt: Felder ohne echten Wert werden weggelassen statt leer ausgegeben. Eine leere Angabe behauptet etwas, das es nicht gibt, und fällt in jeder Prüfung auf.
Der Aufwand liegt vollständig im System – redaktionell ist nichts zu tun. Deshalb hohe Werte bei Technik und Transparenz, etwas niedriger bei Content.Ein Block je Seite mit @graphArticlePersonOrganizationBreadcrumbListDefinedTerm für LexikoneinträgeKeine leeren WerteAuf 103 Seiten geprüftGEO-Wirkung 9,0Content 7,5Technik 9,5Transparenz 9,0 -
Platz 3: Autorenprofile
📍 Autorschaft · Seit 2026
8,4 / 10Kurzurteil: Aus einer Zeichenkette unter der Überschrift wird eine Person, die man auseinanderhalten kann.
Eine Autorenangabe ohne Profilseite belegt nichts. Erst eine eigene Seite mit Berufsbezeichnung, Fachgebieten, Belegen und Verweisen auf Profile bei Dritten macht Urheberschaft überprüfbar – und Namensgleichheit ist im deutschsprachigen Raum der Normalfall.
Entscheidend ist die Richtung der Verweise: Ein sameAs auf eine eigene Unterseite belegt nichts, wirksam sind nur Ziele, die jemand anderes betreibt und die zurückverweisen. Das System bietet dafür benannte Felder je Dienst, damit erkennbar bleibt, was noch fehlt.
Abzug bei Transparenz nicht wegen der Technik, sondern wegen der Versuchung: Profile für Personen anzulegen, die es nicht gibt, ist einfach – und beschädigt bei Entdeckung das ganze Portal.Eigene Seite je PersonFachgebiete als knowsAboutBelege mit VerweisBenannte Felder je ProfildienstBeitragsliste je ProfilGEO-Wirkung 9,0Content 8,5Technik 8,0Transparenz 8,0 -
Platz 4: Lexikon
📍 Inhalt · Seit 2026
8,4 / 10Kurzurteil: Der beste Ertrag je aufgewendeter Stunde – vorausgesetzt, die Einträge sind kurz und prüfbar.
Ein Lexikoneintrag beantwortet eine Frage und hört dann auf. Diese Form ist für Sprachmodelle die brauchbarste und für die interne Verlinkung die dankbarste: Jeder Fachbegriff im Blog verweist auf seinen Eintrag, statt jedes Mal neu erklärt zu werden.
Die feste Struktur – Kurzantwort, Fakten, Einordnung, Verwandte – ist keine Formalie, sondern der Grund für die Wirkung. Ohne sie entstünden gekürzte Blogbeiträge, und die haben denselben Nutzen wie ein langer Text, nur weniger davon.
Abzug bei Technik: Das Modul ist unspektakulär. Sein Wert entsteht durch Sorgfalt, nicht durch Programmierung.Vier feste Teile je EintragAliase für abweichende BezeichnungenA–Z- und KategoriegliederungPrüfdatum je EintragKeine toten internen VerweiseGEO-Wirkung 9,0Content 9,5Technik 6,5Transparenz 8,5 -
Platz 5: Statischer Build
📍 Technik · Seit 2026
7,8 / 10Kurzurteil: Die Grundlage, auf der alles andere steht: keine Datenbankabfrage im Auslieferungspfad.
Der Rechenaufwand fällt einmalig beim Bauen an, nicht bei jedem Aufruf. Das drückt die Serverantwortzeit auf einen Bruchteil, entfernt die Datenbank aus dem Auslieferungspfad und macht die Website unabhängig davon, ob gerade zehn oder zehntausend Menschen darauf zugreifen.
Der Preis ist ehrlich zu nennen: Änderungen werden erst nach einem Neubau sichtbar, und personalisierte Ausgabe ist ausgeschlossen. Wer stündlich veröffentlicht, muss den Ablauf automatisieren.
Hohe Werte bei Technik und GEO-Wirkung, weil Antwortzeit unmittelbar in die Ladewahrnehmung eingeht. Bei Content niedriger, weil der Build selbst keine Inhalte verbessert.Alle Seiten in einem LaufEinzeln oder für alle MandantenBackend oder KommandozeileSperre gegen DoppelläufeFortschritt zeilenweise sichtbarGEO-Wirkung 7,5Content 6,0Technik 9,5Transparenz 8,0 -
Platz 6: Saubere Adressen und Weiterleitungen
📍 Struktur · Seit 2026
7,6 / 10Kurzurteil: Duplicate Content entsteht selten durch kopierte Texte und fast immer durch vier Adressen für dieselbe Seite.
Adressen ohne Dateiendung, erzwungenes HTTPS, entferntes www, bereinigte Schrägstriche, umgeleitete Index-Duplikate – alles über dauerhafte Weiterleitungen. Am Ende ist derselbe Inhalt unter genau einer Adresse erreichbar.
Das ist unspektakulär und wird erst als Schaden sichtbar: Eine Website liefert dieselbe Seite viermal aus, die Suchmaschine wählt eine Fassung, und es ist nicht die, die dem Betreiber lieb ist.
Höchste Punktzahl bei Technik, geringere bei Content – die Funktion verbessert keinen einzigen Text, sie verhindert nur, dass gute Texte sich selbst Konkurrenz machen.Adressen ohne .htmlHTTPS und non-www erzwungenIndex-Duplikate umgeleitetCanonical auf jeder SeiteVerwaiste Verzeichnisse werden gemeldetGEO-Wirkung 7,0Content 5,5Technik 9,5Transparenz 8,5 -
Platz 7: Indexierungsschalter
📍 Technik · Seit 2026
7,5 / 10Kurzurteil: Die Funktion, die Schaden verhindert statt Nutzen zu schaffen – und deshalb unterschätzt wird.
Neue Projekte stehen auf nicht indexierbar: noindex auf jeder Seite, Disallow in der robots.txt, keine llms.txt. Erst wenn echter Inhalt da ist, wird umgeschaltet.
Der Wert liegt darin, dass alles gemeinsam schaltet. Der teuerste Startfehler ist nicht ein vergessenes noindex, sondern ein halb geöffneter Zustand: Seite auf noindex, robots.txt schon offen – oder umgekehrt, was das noindex unlesbar macht.
Ein halbleeres Projekt, das früh in den Index gerät, macht einen ersten Eindruck, den man ein halbes Jahr lang nicht wieder los wird.Ein Schalter für noindexrobots.txt und llms.txtVoreinstellung für neue Mandanten: ausHinweis nach jeder EinrichtungKein halb geöffneter Zustand möglichGEO-Wirkung 7,0Content 5,0Technik 9,0Transparenz 9,0 -
Platz 8: Sitemap
📍 Struktur · Seit 2026
7,4 / 10Kurzurteil: Nützlich vor allem wegen der Änderungsdaten – und wertlos, sobald diese geschönt werden.
Die sitemap.xml entsteht bei jedem Build und enthält alle erzeugten Adressen mit Änderungsdatum, Häufigkeit und Priorität. Das Datum bezieht sich auf den Inhalt, nicht auf den Bauvorgang.
Genau daran scheitern viele Systeme: Wer bei jedem Lauf das aktuelle Datum einträgt, behauptet täglich Aktualität für dreihundert Seiten. Die Angabe wird dann irgendwann ignoriert, und mit ihr die berechtigten Fälle.
Bei kleinen Websites unter etwa hundert Seiten ist der Nutzen gering, solange die interne Verlinkung stimmt. Schaden tut die Datei nicht.Alle erzeugten AdressenÄnderungsdatum aus dem InhaltPrioritäten je SeitentypVerweis in der robots.txtGültiges XMLGEO-Wirkung 6,5Content 5,5Technik 9,0Transparenz 8,5 -
Platz 9: llms.txt
📍 Struktur · Seit 2026
7,6 / 10Kurzurteil: Kostet wenig, schadet nicht, wirkt vermutlich indirekt – und wird hier ohne Heilsversprechen ausgeliefert.
Die Datei fasst für Sprachmodelle zusammen, worum es geht, welche Seiten zentral sind, unter welchen Bedingungen zitiert werden darf und wer verantwortlich ist. Erzeugt wird sie automatisch, sobald der Mandant zur Indexierung freigegeben ist.
Zur Einordnung gehört die Ehrlichkeit: Es ist kein verabschiedeter Standard, niemand ist verpflichtet, die Datei zu beachten, und es gibt keinen belastbaren Nachweis, dass sie die Übernahme von Inhalten wahrscheinlicher macht.
Der sichere Nutzen liegt woanders: Wer sie schreibt, muss entscheiden, welche zwanzig Seiten seines Angebots wirklich zählen. Diese Übung ist wertvoller als die Datei.EinleitungSeitenübersichtLizenzVerantwortliche Person benanntVerwandte QuellenNur bei freigegebener IndexierungGEO-Wirkung 7,0Content 6,5Technik 8,0Transparenz 9,0 -
Platz 10: Mandantenfähigkeit
📍 Mandanten · Seit 2026
6,6 / 10Kurzurteil: Kein Sichtbarkeitsfaktor, aber der Grund, warum die übrigen neun Punkte auf zwanzig Websites gleichzeitig gelten.
Auf einer Installation laufen beliebig viele Websites mit eigener Domain, eigener Datenbank und eigenem Vokabular. Gemeinsam sind Programmcode und Vorlagen, sodass eine Verbesserung an der Auszeichnung für alle Projekte gleichzeitig wirkt.
Das ist zugleich das Risiko: Wer eine Vorlage ändert, ändert sie überall. Deshalb werden Unterschiede zwischen Projekten über Einstellungen und einen Begriffsfilter abgebildet statt über Abzweigungen im Code.
Geringe GEO-Wirkung im Einzelfall, hoher Wert im Betrieb. Ab dem dritten Projekt rechnet sich der Aufbau fast immer.Beliebig viele DomainsGetrennte Datenbanken je ProjektEigenes Vokabular ohne VorlagenkopieDomain-Weiche ohne NacharbeitPortal-SynchronisationGEO-Wirkung 4,0Content 5,0Technik 9,5Transparenz 8,0
Bewertungsmethodik: Wie dieses Ranking entsteht
Bewertet wird auf einer Skala von 0 bis 10. Die Gesamtnote ist der Mittelwert der vier Teilwerte, auf eine Nachkommastelle gerundet. Es findet keine Gewichtung statt.
Die vier Kriterien
- GEO-Wirkung – Wie stark verbessert die Funktion die Chance, dass ein Inhalt von einem Sprachmodell übernommen und der richtigen Quelle zugeschrieben wird?
- Content – Wie stark verbessert sie die Qualität dessen, was Leser tatsächlich vorfinden?
- Technik – Wie sauber ist die Umsetzung, und wie viel nimmt sie dem Betreiber ab, ohne dass er etwas tun muss?
- Transparenz – Wie gut lässt sich nachvollziehen und überprüfen, was die Funktion tut?
Was diese Liste nicht ist
Kein Vergleich mit anderen Systemen. Bewertet wird ausschließlich der relative Beitrag der Funktionen innerhalb des SEO CMS. Wer wissen will, ob dieses System zum eigenen Vorhaben passt, findet die ehrlichere Antwort unter Über das System – dort steht auch, was es nicht kann.
Stand und Pflege
Die Bewertungen stammen vom Entwickler und werden bei größeren Änderungen am System überarbeitet. Das Datum über der Liste gibt den letzten Stand an.
Häufige Fragen zu dieser Liste
Ist diese Bewertung unabhängig?
Nein. Sie stammt vom Entwickler des Systems und bewertet dessen eigene Funktionen. Deshalb steht unter der Liste, nach welchen Kriterien bewertet wurde, und bei jeder Funktion, wo ihre Grenze liegt. Wer eine unabhängige Einschätzung braucht, sollte das System selbst installieren – es hat keine Abhängigkeiten und ist in einer Stunde eingerichtet.
Warum steht die Mandantenfähigkeit nur auf Platz zehn?
Weil sie im Einzelfall nichts für die Sichtbarkeit tut. Ihr Wert liegt im Betrieb: Eine Verbesserung an der Auszeichnung wirkt auf allen Projekten gleichzeitig. Bei einem einzelnen Projekt fällt dieser Vorteil weg.
Warum wird die llms.txt nicht höher bewertet?
Weil es keinen belastbaren Nachweis gibt, dass sie die Übernahme von Inhalten wahrscheinlicher macht. Sie ist kein verabschiedeter Standard, und niemand ist verpflichtet, sie zu beachten. Sie kostet wenig und schadet nicht – mehr lässt sich derzeit ehrlicherweise nicht sagen.