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News · Blog zum SEO CMS

Adressen beim Umzug erhalten statt umlenken

Bei einem Systemwechsel lässt sich die bestehende Adressstruktur oft übernehmen, wenn das neue System seine Adresssegmente als Einstellung führt. Jede erhaltene Adresse spart eine Weiterleitung, die laut Google mindestens ein Jahr bestehen bleiben sollte. Weiterleiten muss man dann nur noch, was sich aus redaktionellen Gründen ändert.

Halb gepackter Umzugskarton in einem leeren hellen Raum, darauf ein altes Holzschild ohne Ziffern, Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Beim Wechsel auf ein neues System fragen die meisten zuerst, wohin die alten Adressen weitergeleitet werden. Die Frage davor lautet: Welche Adressen können bleiben, wie sie sind? Jede Adresse, die beim Umzug erhalten bleibt, braucht keine Weiterleitung und keinen Eintrag in einer Liste. Wie viele das sind, hängt vor allem davon ab, ob das neue System seine Adressen vorgibt oder ob man sie einstellen kann.

Warum jede erhaltene Adresse zählt

Google beschreibt den Umzug einer Website mit geänderten Adressen als Vorgang mit mehreren Pflichten. Ein wichtiger Schritt ist die Zuordnung jeder alten Adresse zu einer neuen. Für jede geänderte Adresse empfiehlt Google eine dauerhafte serverseitige Weiterleitung, etwa mit dem Statuscode 301 oder 308, und rät, diese Weiterleitungen möglichst lange beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr [1]. Interne Links sollen danach direkt auf die neuen Adressen zeigen, und Ketten aus mehreren Weiterleitungen gilt es zu vermeiden [1].

Daraus folgt Arbeit, die lange bleibt. Die Weiterleitungsliste muss gepflegt werden, solange es Links und Lesezeichen auf die alten Adressen gibt. Jede Regel ist ein Punkt, an dem sich ein Fehler einschleichen kann, etwa eine Kette, weil eine Seite später noch einmal umzieht. Google weist außerdem darauf hin, dass die Sichtbarkeit in der Suche während einer Migration vorübergehend schwanken kann [1]. Je weniger Adressen sich ändern, desto kleiner ist der Teil der Website, der davon betroffen ist.

Eine dauerhafte Weiterleitung ist für Google ein Signal, dass das Ziel die kanonische Adresse sein soll [2]. Eine Adresse, die gleich bleibt, braucht dieses Signal nicht, weil sich an der kanonischen Adresse nichts ändert.

Die Voraussetzung: einstellbare Adresssegmente

Ein Redaktionssystem legt meist fest, wie Adressen aussehen: Beiträge unter einem Segment wie /blog/, Begriffe unter /lexikon/, Einträge eines Verzeichnisses unter einem dritten. Sind diese Segmente feste Vorgaben, ändern sich bei einem Umzug alle Adressen eines Bereichs, sobald das alte System andere Segmente benutzt hat. Sind sie Einstellungen, lässt sich die bisherige Struktur nachbilden.

Reihe aus Messing-Briefschlitzen in einer Steinwand, jeder leer und ohne Beschriftung, weiches Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Im SEO CMS sind die Segmente für Blog, Lexikon, Verzeichnis, Bestenliste, Ortsseiten und Autorenprofile Einstellungen je Mandant. Hießen die Beiträge im alten System /ratgeber/ statt /blog/, trägt man /ratgeber/ als Segment ein, und die Adressen der Beiträge bleiben gleich. Welche Adressregeln das System sonst mitbringt, beschreibt die Funktionsgruppe Adressen, Weiterleitungen und Zertifikate.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Ein Beispiel aus einem eigenen Projekt

Bei einem Umzug eines eigenen Portals von SEO NW im Jahr 2026 standen 117 Adressen im Bestand. Nachdem die Segmente im neuen System auf die alten Werte gestellt waren, blieben 16 Weiterleitungen übrig.

Die Zahlen zeigen, was mit einstellbaren Segmenten möglich ist. Sie sagen nichts darüber, wie ein anderer Umzug ausgeht. Bei einem System mit fest verdrahteter Adressstruktur sieht die Rechnung nach unserer Erfahrung anders aus, und die Weiterleitungsliste wird entsprechend länger.

Der Schrägstrich am Ende ist eine Regel

Ein häufiger Sonderfall ist der Schrägstrich am Ende einer Adresse. Hat das alte System /seite/ ausgeliefert und das neue liefert /seite, gehört dieser Unterschied nicht als hundert Einträge in die Liste. Eine einzige Regel im Webserver deckt den ganzen Bestand ab. Wichtig ist nur, dass sie direkt zum Ziel führt. Leitet die Schrägstrich-Regel auf eine Adresse, die ihrerseits weiterleitet, entsteht genau die Kette, von der Google abrät [1]. Wie man solche Ketten findet und auflöst, beschreibt der Beitrag Weiterleitungen planen.

Wo die Grenze liegt

Nicht jede Struktur ist es wert, erhalten zu werden. Adressen mit internen Kennnummern, mit dem Datum im Pfad oder mit Sitzungsparametern sind ein guter Anlass, den Umzug für eine Bereinigung zu nutzen. Die Entscheidung sollte bewusst fallen und nicht daran hängen, dass das neue System eine andere Vorgabe mitbringt. Eine Adresse, die seit Jahren verlinkt ist, gibt man nur auf, wenn die neue Fassung für Leser einen klaren Vorteil hat.

So gehst du vor

  1. Erfasse alle Adressen, solange das alte System noch läuft: aus der Sitemap, aus der internen Verlinkung, aus der Search Console und aus den Serverprotokollen.
  2. Prüfe, welche Segmente das neue System einstellen lässt, und stelle sie auf die alten Werte.
  3. Ordne jede verbleibende alte Adresse einer neuen zu, wie Google es für Umzüge empfiehlt [1].
  4. Richte für den Rest dauerhafte Weiterleitungen ein, jeweils direkt auf das Ziel.
  5. Stelle die internen Links auf die neuen Adressen um und beobachte nach dem Start die Berichte der Search Console.

Ein eigenes Thema beim Umzug ist das Veröffentlichungsdatum der Beiträge. Dazu gibt es den Beitrag Veröffentlichungsdatum beim Umzug erhalten. Was eine 301-Weiterleitung genau ist, erklärt das SEO Glossar, und ob du beim Relaunch überhaupt Weiterleitungen brauchst, beantwortet die SEO FAQ. Soll SEO NW einen größeren Umzug begleiten, beschreibt die Hauptseite die Leistung Website-Migration.

Mann um die vierzig hakt am Küchentisch mit Bleistift Punkte auf einer leeren Papierliste ab, daneben ein geschlossener Laptop
Bild: KI-generiert

Du stehst vor einem Systemwechsel und willst wissen, wie viele deiner Adressen bleiben können? Bring eine Liste deiner wichtigsten Seiten in die gratis Sprechstunde mit. Dort sprechen wir darüber, welche Adressen sich halten lassen und wo eine Weiterleitung nötig wird.

  1. Organisation Websites mit URL-Änderungen umziehen. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 20.04.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Sollte ich einen Umzug nicht für schönere Adressen nutzen?

Nur dort, wo die alten Adressen wirklich stören, etwa wegen Kennnummern oder Sitzungsparametern. Eine Adresse, die seit Jahren funktioniert und verlinkt ist, gibt man nicht ohne Grund auf.

Wie lange müssen Weiterleitungen nach einem Umzug bestehen bleiben?

Google rät, sie möglichst lange beizubehalten, in der Regel mindestens ein Jahr. Solange es Links auf die alten Adressen gibt, ist länger besser.

Was mache ich mit dem Schrägstrich am Ende?

Eine Regel im Webserver, die direkt zur richtigen Form weiterleitet. So ist der ganze Bestand mit einer Regel abgedeckt, ohne Kette.

Woher bekomme ich die Liste aller alten Adressen?

Aus Sitemap, interner Verlinkung, Search Console und Serverprotokollen. Wichtig ist, das vor dem Umzug zu tun, solange das alte System noch läuft.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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