E-E-A-T ist kein Rangfaktor, den ein Algorithmus berechnet. Es ist ein Bewertungsrahmen aus den Richtlinien für die menschlichen Qualitätsprüfer von Google – Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität, Vertrauenswürdigkeit. Für Betreiber ist es trotzdem handlungsleitend, weil es beschreibt, woran Qualität festgemacht wird.

Was ein Profil enthalten muss

Eine eigene Seite, nicht ein Kasten unter dem Beitrag. Darauf:

  • Name und Berufsbezeichnung – konkret, nicht „Redaktion“
  • Fachgebiete, ausgezeichnet als knowsAbout. Drei bis sieben, nicht zwanzig
  • Belege mit Verweis: Veröffentlichungen, Vorträge, Projekte, Zertifikate
  • Profiladressen anderswo, ausgezeichnet als sameAs
  • Zugehörige Organisation und seit wann die Person tätig ist
  • Die Beiträge dieser Person, damit die Verbindung in beide Richtungen sichtbar wird

Die Richtung der Verweise entscheidet

Das ist der Punkt, an dem die meisten Umsetzungen scheitern. Ein sameAs von der eigenen Seite auf eine andere eigene Seite belegt nichts. Es sagt nur: „Diese Person bin ich, weil ich es sage.“

Wirksam sind Ziele, die jemand anderes betreibt und die zurückverweisen. Ein Profil in einem Fachnetzwerk, das auf die eigene Website zeigt. Ein Beitrag in einer Fachpublikation mit Autorenzeile. Ein Vortragsprogramm mit Namensnennung. Erst das Paar aus Hin- und Rückverweis macht eine Person auseinanderhaltbar.

Deshalb gilt: Wenige belastbare Verweise sind mehr wert als zwanzig Einträge in Verzeichnissen, die niemand pflegt. Wer nichts Belastbares hat, lässt die Angabe weg.

Drei Abkürzungen, die sich rächen

Erfundene Autoren

Ein Name, ein gekauftes Portraitfoto, eine erfundene Biografie. Das fliegt auf – oft durch die Rückwärtssuche eines Bildes – und beschädigt danach nicht nur das Profil, sondern das gesamte Portal. Der Schaden ist dauerhaft, der Nutzen war nie messbar.

Fachtitel ohne Nachweis

„Experte für“ ist keine Qualifikation, sondern eine Behauptung. Sinnvoller ist die konkrete Tätigkeit: was jemand tut, seit wann, für wen.

Ein Sammelprofil für alles

Ein Profil mit zwanzig Fachgebieten wirkt nicht kompetent, sondern beliebig. Wer über Steuerrecht, Hundeernährung und Photovoltaik schreibt, sollte drei Profile haben – oder zwei der drei Themen nicht bedienen.

Was für ein Einzelunternehmen gilt

Bei Einzelberatungen fallen Person und Marke zusammen. Auch dann lohnt die getrennte Auszeichnung: Person und Organisation sind zwei Entitäten, und Fachkenntnis hängt an der Person. Die Organisation trägt die Kontaktdaten und die Impressumsangaben, die Person die Fachgebiete und die Belege.

Der praktische Anfang

Ein Profil, ehrlich ausgefüllt, mit zwei bis drei belastbaren Verweisen und den Beiträgen, die tatsächlich von dieser Person stammen. Das ist in einer Stunde erledigt und wirkt mehr als jede weitere Textmenge auf den Beitragsseiten.