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E-E-A-T in der Praxis: Autorenprofile, die etwas belegen

E-E-A-T ist laut Google kein eigener Ranking-Faktor, beschreibt aber, woran Google hilfreiche und vertrauenswürdige Inhalte erkennt. In der Praxis heißt das: eine eigene Profilseite je Person mit Tätigkeit, Fachgebieten und überprüfbaren Verweisen, eine genaue Verfasserzeile am Beitrag und eine Auszeichnung, die auf genau diese Profilseite zeigt.

Frau um die vierzig am Schreibtisch, daneben ein zur Wand gedrehter Bilderrahmen und ein Stapel leerer Mappen
Bild: KI-generiert

E-E-A-T steht für Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google nennt E-E-A-T selbst keinen bestimmten Ranking-Faktor. Eine Mischung von Signalen, an denen sich Inhalte mit hoher E-E-A-T erkennen lassen, sei aber hilfreich, und von den vier Aspekten sei Vertrauenswürdigkeit der wichtigste [1]. Bei Themen, die Gesundheit, Finanzen oder Sicherheit betreffen, gewichten die Systeme von Google solche Signale noch stärker [1]. Was der Begriff allgemein bedeutet, erklärt das SEO Glossar unter E-E-A-T. Dieser Beitrag zeigt, wie E-E-A-T in der Praxis an einem Autorenprofil aussieht, das etwas belegt.

Was Google zur Urheberschaft schreibt

Google rät, beim eigenen Inhalt drei Fragen zu stellen: wer ihn erstellt hat, wie er entstanden ist und warum es ihn gibt [1]. Zum "Wer" empfiehlt Google dringend genaue Angaben zur Urheberschaft, etwa eine Verfasserzeile dort, wo Leser sie erwarten. Als Beispiel nennt Google Hintergrundinformationen zum Autor und Links zu einer Autorenseite oder zum Abschnitt "Über uns" [1].

Oft wird dabei übersehen, wie Google E-E-A-T überhaupt bewertet. Menschliche Suchqualitätsevaluatoren prüfen Suchergebnisse nach eigenen Richtlinien. Laut Google haben sie keinen Einfluss auf das Ranking einzelner Seiten, ihre Ergebnisse dienen als Rückmeldung, ob die Systeme gut arbeiten [1]. Ein Autorenkasten hilft Lesern und Maschinen, eine Aussage einer Person zuzuordnen.

Was ein Profil enthalten sollte

Ein Autorenprofil ist eine eigene Seite. Darauf gehören:

Ordentlicher Stapel Blätter ohne lesbaren Text, Brille und Stift auf einem Holzschreibtisch im Tageslicht
Bild: KI-generiert
  • Name und eine konkrete Tätigkeit, etwa "Entwickler und SEO-Berater", statt einer Sammelbezeichnung wie "Redaktion",
  • wenige Fachgebiete, die zu den Beiträgen der Person passen,
  • überprüfbare Angaben: Veröffentlichungen, Vorträge, Projekte oder Ausbildungen mit einem Verweis, wo es einen gibt,
  • Verweise auf Profile bei anderen Diensten,
  • die Organisation, für die die Person schreibt,
  • eine Liste der Beiträge dieser Person.

Für die strukturierten Daten nennt Google klare Regeln. Jeder Autor, der auf der Seite steht, gehört auch ins Markup. Das Feld author.name enthält nur den Namen, ohne Berufsbezeichnung oder Firmennamen. Als author.url eignet sich eine Seite, die den Autor eindeutig bezeichnet, etwa die eigene Profilseite. Für Menschen gilt der Typ Person, für Unternehmen der Typ Organization [2].

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Die Richtung der Verweise

An dieser Stelle scheitern viele Profile. Schema.org beschreibt sameAs als Adresse einer Referenzseite, die die Identität eindeutig angibt, zum Beispiel die Wikipedia-Seite, einen Wikidata-Eintrag oder die offizielle Website [3]. Ein sameAs von der eigenen Profilseite auf eine andere eigene Unterseite leistet das nicht. Laut Google kann die Suche zur Unterscheidung von Autoren sowohl sameAs als auch url auswerten [2].

Zwei Papierbecher, mit einer gespannten Schnur verbunden, quer durch einen hellen Raum, von der Seite gesehen
Bild: KI-generiert

Belastbar sind Verweise auf Seiten, die jemand anderes betreibt und die zurück auf die Person zeigen: ein Profil in einem Fachnetzwerk mit Link zur eigenen Website, eine Autorenzeile in einer Fachzeitschrift, ein Vortragsprogramm mit Namensnennung. Nach unserer Erfahrung sind zwei oder drei solcher Verweise mehr wert als viele Einträge in Verzeichnissen, die niemand pflegt. Wer nichts Belastbares hat, lässt die Angabe weg.

Drei Abkürzungen, die schaden

Die erste ist ein erfundener Autor mit gekauftem Foto und ausgedachtem Lebenslauf. Google nennt Profile mit KI-generierten Porträtfotos, erfundenen Namen oder falschen Referenzen ausdrücklich eine Form der Täuschung und wertet Täuschung als Zeichen für eine minderwertige Seite [1].

Die zweite sind Fachtitel ohne Nachweis. "Experte für" ist eine Behauptung. Aussagekräftiger ist, was jemand tut, seit wann und für wen.

Die dritte ist ein Sammelprofil mit zwanzig Fachgebieten. Es wirkt beliebig. Schreiben mehrere Personen, bekommt jede ihr eigenes Profil.

Was für ein Einzelunternehmen gilt

Bei einer Einzelberatung fallen Person und Firma oft zusammen. Trotzdem lohnt es sich, beide getrennt auszuzeichnen: die Person mit Fachgebieten und Belegen, die Organisation mit Kontaktangaben und den Angaben aus dem Impressum. Google sieht dafür die beiden Typen Person und Organization vor [2]. Im SEO CMS ist das so angelegt: Ein Autorenprofil trägt Fachgebiete als knowsAbout und die Zugehörigkeit als worksFor, die Organisation steht als eigener Knoten im Graphen. Wie das System das umsetzt, beschreibt die Funktionsgruppe Autorschaft, Profile und Organisationsdaten, den Begriff erklärt das Lexikon unter Autorenprofil.

Der praktische Anfang

Für den Start reicht ein ehrlich ausgefülltes Profil je Person mit zwei bis drei überprüfbaren Verweisen und den Beiträgen, die wirklich von ihr stammen. Danach prüfst du, ob jeder Beitrag eine Verfasserzeile mit Link auf dieses Profil hat und ob das Markup dieselbe Adresse nennt. Ob ein Autorenprofil für eine kleine Website überhaupt nötig ist, beantwortet die SEO FAQ. Wie Profile mit der Sichtbarkeit in KI-Antworten zusammenhängen, beschreibt der Ratgeber Autorenprofile als Vertrauenssignal auf der Hauptseite.

Du bist unsicher, welche Verweise in deinem Profil wirklich etwas belegen? Bring die Adresse deiner Autorenseite in die gratis Sprechstunde mit. Dort sprechen wir darüber, welche Angaben du stärken oder streichen solltest.

  1. Organisation Hilfreiche, zuverlässige und nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Strukturierte Daten für Artikel: Best Practices für Autoren-Markup. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation sameAs. Schema.org. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Ist E-E-A-T ein Ranking-Faktor?

Laut Google nicht als eigener Faktor. Google beschreibt aber, dass eine Mischung von Signalen hilft, Inhalte mit hoher E-E-A-T zu erkennen, und dass Vertrauenswürdigkeit dabei am wichtigsten ist.

Brauche ich für jeden Beitrag ein eigenes Profil?

Nein, ein Profil je Person. Die Beiträge werden dem Profil zugeordnet, und das Profil listet sie auf.

Was, wenn ich anonym bleiben möchte?

Dann steht die Organisation als Urheber da. Das ist möglich, verzichtet aber auf die Angaben zur Person, die Google beim "Wer" empfiehlt. Bei Themen zu Gesundheit, Finanzen oder Sicherheit gewichten die Systeme von Google solche Signale stärker.

Zählt ein Profil in einem sozialen Netzwerk als Beleg?

Nur bedingt, denn es ist eine Selbstauskunft. Belastbarer sind Nennungen, die andere veröffentlicht haben, etwa ein Vortragsprogramm oder eine Autorenzeile in einer Fachzeitschrift.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder du rufst einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.

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