Jemand teilt eine Seite in einem Chat, und darunter erscheint ein Bild – oder das Logo eines fremden Unternehmens, oder gar nichts. Was gezeigt wird, entscheiden ein paar Angaben im Kopfbereich der Seite, die man einmal richtig setzt und danach vergisst.
Die Angaben, auf die es ankommt
- og:title – der Titel in der Vorschau. Nicht zwingend derselbe wie das Title-Tag; hier darf der Markenzusatz fehlen.
- og:description – zwei Sätze, die zum Anklicken bewegen.
- og:image – die vollständige Adresse des Bildes, nicht relativ.
- og:image:alt – Beschreibung des Bildes. Wird regelmäßig vergessen und ist eine Frage der Zugänglichkeit.
- og:url – die maßgebliche Adresse, damit geteilte Varianten zusammenfallen.
- twitter:card – meist die große Variante.
Das Format
1200 × 630 Pixel ist die verbreitete Größe und funktioniert überall. Wichtiger als die exakten Maße ist das Seitenverhältnis von etwa 1,91:1 – wer davon abweicht, bekommt Beschnitt, und der trifft meistens den Text.
Text auf dem Bild sollte groß sein und weit von den Rändern entfernt. In manchen Darstellungen wird auf ein Quadrat beschnitten; alles am Rand ist dann weg.
Die Zwischenspeicher
Das ist der Punkt, der in der Praxis Nerven kostet. Plattformen speichern die Vorschau beim ersten Abruf und behalten sie tagelang. Wer ein falsches Bild ausgeliefert hat, sieht die Korrektur nicht sofort – und je nach Plattform überhaupt nicht ohne Eingriff.
Daraus folgt eine Reihenfolge: erst prüfen, dann teilen. Nicht umgekehrt. Ein Blick in den Quelltext vor der ersten Verbreitung ersetzt einen Tag Ärger.
Wann gar kein Bild besser ist
Fehlt die Bildangabe, wählen die Plattformen selbst – meist das erste ausreichend große Bild der Seite. Das kann das Logo eines erwähnten Unternehmens sein, ein Symbol oder ein Diagramm ohne Zusammenhang.
Deshalb der Grundsatz: Entweder ein passendes eigenes Bild oder gar keine Bildangabe. Ein Vorschaubild mit fremder Marke ist schlechter als eine Vorschau ohne Bild – im zweiten Fall zeigt die Plattform Titel und Beschreibung, was sauber aussieht.
Bei vielen Seiten
Für jede einzelne Seite ein eigenes Bild zu gestalten, hält niemand durch. Praktikabel ist eine Staffelung: ein gutes Bild je Projekt, ein eigenes für die zehn wichtigsten Seiten, für den Rest das Projektbild. Wer erzeugte Bilder mit Titeltext bevorzugt, sollte das auf dem Arbeitsrechner erledigen und die fertigen Dateien hochladen – Bildbearbeitung auf dem Webserver ist ein zusätzlicher Dienst, der gewartet werden will.